Reparaturnetzwerk Wien
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Neue Studie zeigt: lange Haltbarkeit technischer Geräte erwünscht

Dass technische Innovationen bei der Produktwahl nicht das wichtigste Kaufargument sind sondern Haltbarkeit gefragt ist, zeigt die aktuelle Online-Befragung der TU Berlin.

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Im Rahmen der neuen Studie untersuchte eine Forschergruppe des Zentrums Technik und Gesellschaft (ZTG) an der TU Berlin die Erwartungen und Erfahrungen mit Nutzungs- und Lebensdauer von Elektronikprodukten. Der Schwerpunkt der Befragung lag bei Smartphones und Waschmaschinen. Haltbarkeit, Robustheit und Zuverlässigkeit sind wichtige Produkteigenschaften beim Einkauf - das gaben die Befragten bei der Umfrage im Sommer 2017 an.

Neun von zehn wollen lange Haltbarkeit

Für neun von zehn Konsumentinnen und Konsumenten spielt es bei der Wahl eines Smartphones eine große Rolle, dass der Akku lange halten soll und dass das Gerät möglichst robust ist. Damit sind diese beiden Merkmale die wichtigsten überhaupt bei der Wahl eines Smartphones. Technische Details, die Marke und das Design spielen im Vergleich dazu eine weniger große Rolle.

Auch bei der Wahl einer Waschmaschine kommt der Haltbarkeit die größte Rolle zu, etwa gleichauf mit geringem Strom- und Wasserverbrauch. „Obwohl sich die Konsumentinnen und Konsumenten Geräte mit einer langen Lebensdauer erhoffen und 80 Prozent der Befragten mehr Informationen darüber wünschen, bewerben die Hersteller kaum diese Geräteeigenschaften. Stattdessen bekommen die Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder vermeintliche Innovationen präsentiert. Unsere Studie zeigt hingegen, dass 70 Prozent der Befragten es eher anstrengend finden, dass es ständig neue Modelle auf dem Markt gibt“, erklärt Dr. Melanie Jaeger-Erben, Leiterin der Forschergruppe am Zentrum Technik und Gesellschaft.

Das Wissen zur richtigen Pflege ist begrenzt, aber erwünscht

Konsumentinnen und Konsumenten können durch sorgsamen Umgang dazu beitragen, dass die Funktionsfähigkeit möglichst lange erhalten bleibt. Auffällig bei den Antworten war, dass weniger als die Hälfte der Befragten überhaupt etwas tut, um die Langlebigkeit ihrer Geräte zu fördern. Und wenn, dann sind es bisweilen nicht die richtigen Tätigkeiten. Ein Beispiel: Bei Smartphones ist häufig der Akku die lebensdauerverkürzende „Schwachstelle“, ein korrektes Ladeverhalten kann die Lebensdauer der Geräte also deutlich beeinflussen. Werden Nutzerinnen und Nutzer  konkret danach gefragt, welche Form der Aufladung am förderlichsten im Sinne der Langlebigkeit ist, zeigt sich, dass nur circa 40 Prozent die eigentlich richtige Praxis kennen: den Akku nicht gänzlich zu be- und entladen. Ein Drittel glaubt hingegen, dass das vollständige Be- und Entladen richtig ist – was den Akku dauerhaft aber eher strapaziert. 16 Prozent der Befragten ist nicht klar, dass ihr Ladeverhalten auf die Haltbarkeit des Akkus überhaupt eine Auswirkung hat.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass sich viele Menschen mehr Wissen zur Förderung der Langlebigkeit wünschen. Über 80 Prozent möchten wissen, wie sie elektronische Geräte pflegen müssen, damit sie lange halten. Knapp 70 Prozent wollen sogar mehr Informationen, wie man selbst Geräte repariert.

Do-it-yourself

Befragt nach dem letzten Gerät, das in ihrem Haushalt kaputt wurde, gaben 24 % der Befragten an dass sie versucht haben, es reparieren zu lassen und immerhin 17 % haben versucht, es selbst zu reparieren. 57 % der Befragten können sich vorstellen, ein Reparaturcafé zu besuchen und selbst etwas zu reparieren, 4% haben dies auch schon ausprobiert.

Informationen zur Studie

Mehr Informationen zur Studie der Forschergruppe an der TU Berlin finden Sie unter Letzter Schrei oder langer Atem?

Tipps für lange Haltbarkeit

Das Reparaturnetzwerk hat, was die KonsumentInnen wünschen - Tipps zum Umgang mit Geräten, damit sie möglichst lange halten:

So können Sie Ihr Handy länger nutzen
Tipps zum Kauf und schonenden Gebrauch von Waschmaschinen 

Viele weitere Tipps, um Gegenstände länger in Schuss zu halten, finden Sie auf unserer Website: www.reparaturnetzwerk.at/tipps-und-diy

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