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Schmuck richtig pflegen: So bleiben Ihre Lieblingsstücke lange schön


Schmuck wird oft über viele Jahre getragen und ist nicht selten mit besonderen Erinnerungen verbunden. Damit Ringe, Ketten, Armbänder und Ohrringe lange schön bleiben, braucht es keine aufwändige Pflege. Entscheidend sind vor allem einige einfache Gewohnheiten im Alltag. Reparaturnetzwerks-Mitglied La Pantera gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Ihren Schmuckstücken.

Schmuckschatulle mit Ringen, Ohrringen, Uhren und mehr

Schmuck möglichst zuletzt anlegen

Parfum, Haarspray, Cremes und andere Kosmetikprodukte sollten nicht direkt mit dem Schmuck in Kontakt kommen. Am besten gilt die einfache Regel: erst Kosmetik, dann Schmuck. Parfums und Cremes einige Minuten einziehen lassen. So lassen sich Ablagerungen auf der Oberfläche und unnötige Belastungen von Edelmetallen und Schmucksteinen vermeiden.

Auch beim Sport, bei Hausarbeiten oder bei handwerklichen Tätigkeiten sollte Schmuck möglichst abgelegt werden. Ringe und Armbänder sind dabei besonders gefährdet, weil sie leicht an harten Oberflächen hängen bleiben oder durch Druck verbogen werden können.

Beim Schwimmen und Duschen lieber ablegen

Chlorwasser im Schwimmbad, Salzwasser, Sand und auch verschiedene Reinigungsmittel können Schmuck belasten. Besonders empfindliche Materialien und manche Edelsteine reagieren sensibel auf Chemikalien.

Deshalb gilt: Schmuck besser vor dem Schwimmen, Saunieren und bei der Hausarbeit ablegen. Auch beim Duschen ist es nicht sinnvoll, Schmuck zu tragen. So verhindert man, dass sich Seifen- und Pflegerückstände auf dem Schmuck ablagern.

Weniger ist bei der Reinigung mehr

Für die regelmäßige Pflege zu Hause reicht bei vielen Schmuckstücken ein weiches, fusselfreies Tuch. Gold- und Edelsteinschmuck kann – sofern der jeweilige Stein dafür geeignet ist – mit warmem Wasser, Seife und einer weichen Zahnbürste gereinigt werden. Anschließend muss der Schmuck abgespült und sorgfältig getrocknet werden.

Bei Reinigungsmitteln ist dagegen Vorsicht geboten. Nicht jeder Edelstein verträgt dieselbe Behandlung. Die meisten Ultraschallbäder sind nicht für die Reinigung von Schmuck geeignet. Perlen, bestimmte Edelsteine oder empfindliche Materialien können dadurch beschädigt werden oder ihren Glanz verlieren und kleine Edelsteine können sich durch Vibrationen im Gerät lockern.

Wer unsicher ist, sollte lieber auf aggressive Hausmittel verzichten und den Schmuck bei seinem Goldschmied fachgerecht reinigen lassen.

Jedes Schmuckstück braucht seinen eigenen Platz

Schmuck sollte nicht lose in einer Schublade liegen. Ketten können sich miteinander verknoten, Edelsteine können aneinander reiben und empfindliche Oberflächen können Kratzer bekommen.

Ideal ist eine Schmuckschatulle mit einzelnen Fächern. Ketten sollten möglichst geschlossen und separat aufbewahrt werden. Besonders empfindliche Schmuckstücke können zusätzlich in ein weiches Tuch gelegt werden.

Auch Feuchtigkeit sollte möglichst vermieden werden. Schmuck sollte trocken aufbewahrt werden und nach dem Tragen nicht feucht in die Schatulle zurückgelegt werden.

Kleine Schäden früh erkennen

Viele größere Schäden kündigen sich vorher an. Deshalb lohnt sich von Zeit zu Zeit ein kurzer Blick auf das Schmuckstück.

Bei Ringen mit Edelsteinen sollte man kontrollieren, ob der Stein noch fest sitzt. Wenn ein Stein plötzlich wackelt oder sich die Fassung verändert hat, sollte der Ring nicht weiter getragen werden. Eine lockere Fassung kann dazu führen, dass der Edelstein verloren geht.

Auch Verschlüsse und Ösen von Ketten und Armbändern sollten regelmäßig kontrolliert werden. Wenn ein Verschluss nicht mehr zuverlässig schließt, eine Öse sich verformt oder eine Kette an einer Stelle ungewöhnlich dünn wirkt, ist eine Reparatur meist sinnvoller, als auf einen Bruch und den möglichen Verlust des Schmuckstücks zu warten.

Bei geknüpften Ketten spielt außerdem der Faden eine wichtige Rolle. Mit der Zeit kann sich Perlseide ausleiern oder spröde werden. Eine Kette fachgerecht neu zu knüpfen erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern sorgt auch dafür, dass die Kette wieder angenehm fällt. Die einzelnen Knoten zwischen den Steinen haben zudem einen praktischen Vorteil: Sollte der Faden reißen, werden nicht sofort alle Steine verloren.

Schmuck soll getragen werden, aber mit Bedacht

Schmuck ist kein Ausstellungsstück. Hochwertige Edelmetalle und Edelsteine sind für das Tragen gemacht. Gleichzeitig hinterlässt regelmäßiges Tragen mit der Zeit Spuren: Oberflächen können matt werden, Kratzer entstehen und Fassungen können sich durch mechanische Belastung verändern.

Das ist kein Grund zur Sorge. Viele Gebrauchsspuren lassen sich beim Goldschmied durch Reinigung, Politur oder eine fachgerechte Aufarbeitung beseitigen. Auch Oberflächen wie matt, gebürstet oder gehämmert können bei entsprechender Bearbeitung wiederhergestellt werden.

Was tun, wenn doch etwas passiert?

Eine gerissene Kette, ein verbogener Ohrring oder ein verlorener Edelstein bedeutet nicht automatisch das Ende des Lieblingsstücks. Die meisten Schäden lassen sich reparieren.

Ketten können neu gefädelt oder gelötet, Perlenketten neu geknüpft und beschädigte Fassungen repariert werden. Auch verlorene Edelsteine lassen sich häufig ersetzen. Bei außergewöhnlichen Schliffen kann sogar ein passender Ersatzstein für die vorhandene Fassung angefertigt werden.

Deshalb gilt: Beschädigten Schmuck nicht einfach weglegen. Je früher ein Schaden fachgerecht beurteilt wird, desto besser lassen sich Folgeschäden vermeiden.

Denn gute Schmuckpflege bedeutet nicht, Schmuck möglichst wenig zu tragen, sondern ihn richtig zu behandeln. So können aus Lieblingsstücken Begleiter für viele Jahre und manchmal sogar Schmuckstücke für die nächste Generation werden.

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