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Einkauf und Wartung von Gartenscheren

Hochwertige Gartenscheren können bei sorgfältiger Pflege sehr langlebig sein. Unser Mitgliedsbetrieb "Lorenzi -feinste Stahlwaren und Schleiferei" gibt wertvolle Tipps zum Einkauf und zur richtigen Wartung und Schärfung von Gartenscheren.

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© Magdalena Lösch "die umweltberatung"

Beim Einkauf genau schauen

  • Für die Langlebigkeit von Gartenscheren ist es wichtig, dass einzelne Teile wie Schrauben, Federn oder Klingen austauschbar und verfügbar sind.
  • Hochwertige Gartenscheren sind entweder geschmiedet (Griff und Klinge einer Scherenhälfte bilden jeweils ein massives Teil) oder haben robuste Aluminiumgriffe mit aufgeschraubten Klingen. Die Preisklasse von hochwertigen Gartenscheren liegt im Fachhandel je nach Ausführung zwischen etwa 30 bis 60 Euro.
  • Je weniger Kunststoff an den Griffen verarbeitet wurde, desto besser, denn dieser kann mit der Zeit spröde werden.
  • Wichtig: Gartenscheren sollten verschraubt sein, nur so können sie zur Wartung zerstörungsfrei demontiert werden!

Es gibt kaum rostfreie Gartenscheren und das ist gut so, denn Schneidfreudigkeit der Klinge ist bei den rostfreien Scheren schlechter. Sind die Klingen beschichtet, nutzt sich diese Beschichtung im Laufe des Gebrauches ohnehin ab und es kann sich auch hier Rost bilden.

Sauber halten und gut pflegen

  • Gartenscheren – wie auch andere Schneidwerkzeuge – leben länger, wenn man sie nach Gebrauch reinigt. Insbesondere die frischen Pflanzensäfte setzen den Schneiden zu indem Sie zu vermehrter Oxidation führen und den Klingengang verkleben können.
  • Zum Ölen eignen sich vor allem technische Öle wie z.B. Nähmaschinenöl. Wenn nichts anderes zur Hand ist, reicht zur Not auch ein Fahrradkettenspray. Finger weg von Olivenöl und Co. – die darin enthaltenen Fettsäuren sind zwar wunderbar für den Körper, nicht aber für die Pflege von Kohlenstoffstahl! Bei säurefreien natürlichen Ölen ist darauf zu achten, dass diese nicht verharzen. So eignet sich das im asiatischen Raum seit alters her bekannte Kamelienöl zwar wunderbar zur Oberflächenpflege, leider aber nicht zum Schmieren des Lagers, da es im Laufe der Zeit fest wird und so die Klingen verkleben lässt.
  • Die Lagerung sollte immer im Trockenen erfolgen, das verhindert rasches Rosten.

Oberflächlicher Rost kann mit Hilfe einer Metallpolitur entfernt werden. Wenn diese nicht zur Hand ist, kann man sich auch mit Scheuermilch oder Zahnpaste behelfen. Zum Polieren eignet sich neben einem möglichst flusenfreien Tuch z.B. auch ein Weinkorken. Wichtig: Die Oberflächen sorgfältig von Zahnpasta- und Scheuermilchresten befreien, da das darin enthaltene Wasser sonst in Kürze wieder zu Oxidation führt.

So bleibt die Schere scharf

Gartenscheren nur für den Zweck nutzen für den sie bestimmt sind! Häufiges Schneiden von (Blumen-)Draht führt rasch zum Verlust der Schneidfähigkeit. Wird ein Blatt Zeitungspapier mühelos durchschnitten, sind die Klingen in einem optimalen Zustand.

  • Wenn notwendig, empfiehlt es sich die Gartenschere vom Fachmann schärfen zu lassen. Bei Selbstversuchen sollte darauf geachtet werden, dass die Schneiden immer nur von der Außenseite geschliffen werden. Die Innenseite hat einen speziellen Flach- oder Hohlschliff der nur mit viel Erfahrung und technischen Geräten wieder hergestellt werden kann.
  • Vorsicht: „Spezialtipps“ zum Schärfen wie zum Beispiel das Schneiden von zusammengelegter Alufolie (!) sind im besten Falle wirkungslos – können aber hochwertige Werkzeuge auch nachhaltig ruinieren, wie in etwa beim vermeintlich hilfreichen Schneiden von Schleifpapier(!!).

  1. LORENZI - feinste Stahlwaren & Schleiferei

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